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Feuilleton

Justin Brown

By John Allison, Opera Magazine, Jan. 2016

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Mit dem Programm an Bord

Leah Harrison, SymphonyNOW.org, 4.5.12

Justin Brown weiß wie man ein Programm gestaltet. In seinen sechs Jahren als Musikdirektor des Alabama Symphony Orchestra hat Brown das Ensemble mit seiner Liebe zu moderner Musik erfüllt und hat ihm einen Ruf als gewagter Inszenierer zeitgenössischer Musik gewonnen. Während Browns Amtszeit führte er das ASO Gastkomponist Programm ein; das ASO hat Werke von Elliot Carter, George Crumb, John Adams und Peter Lieberson aufgeführt und hat einen 2009-10 ASCAP Top-Preis für gewagte Programmgestaltung gewonnen. Im Jahr 2011 gewannen das ASO und Brown den höchsten Preis von ASCAP: den John S. Edwards Award for Strongest Commitment to New American Music (John S. Edwards Preis für das Stärkste Engagement für Neue Amerikanische Musik). Das ASO hat eine Aufnahme von drei beauftragten Werken von Paul Lansky auf dem Bridge Label neulich freigegeben. Lanskys Shapeshifters wird von dem ASO bei seinem Besuch in Carnegie Hall im kommenden Mai in den Vordergrund gestellt, als eines von sechs Orchestern bei dem Spring for Music Festival, bei dem innovative Programmgestaltungen von nordamerikanischen Orchestern hervorgehoben werden.

SymphonyNOW hat sich neulich mit Brown über seine Programmgestaltungsideen, das Arbeiten mit Gastkomponisten und die Verbindungen, die er zwischen moderner Musik und Meisterwerken von dem klassischen Kanon hört, unterhalten.

Leah Harrison: Zu welchem Zeitpunkt in Ihrer Komponisten-Karriere entwickelten Sie das Interesse an zeitgenössischer Programmgestaltung?
Justin Brown: Wenn man unabhängiger Komponist ist, hat man sehr wenig Einfluss auf die Programmgestaltung. Ich habe meine Operndirigent Karriere angefangen, aber auch da habe ich Weltpremieren gegeben, zum Beispiel Judith Weir’s Vanishing Bridegroom. Und ich hatte das Glück mit Leonard Bernstein arbeiten zu können und seine Musik dirigieren zu können. Und als unabhängiger Orchesterdirigent hat man dann natürlich sehr begrenzte Möglichkeiten, weil man als Gastdirigent Materialien immer verhandeln muss. Als ich Musikdirektor wurde dachte ich, „Okay, hier ist meine Chance.“ Ich konnte das hier ausbauen und zur Säule dessen zu machen, was ich als Musikdirektor leisten will, und das hat soweit in Alabama wunderbar geklappt. Ich glaube das hat viele Menschen in der Musikwelt überrascht – dass wir hier in einem Staat, der als konservativ gilt, einen Ruf als Vorreiter gewonnen haben.

Harrison: Ist es viel anders wenn Sie die Musik von jemandem, den Sie kennen, spielen, einem Gastkomponist zum Beispiel, und die von jemandem aus dem Kanon?
Brown: Bei einem Gastkomponisten hat man das starke Gefühl, dass man Teilnahme an der Kreation hat. Mit den Komponisten zu kollaborieren, indem sie auch die Musiker kennenlernen und mit dem Orchester überhaupt bekannt werden, und dann sich über das Stück intensiv unterhalten, was es ist und was klappt. Ich habe großes Glück gehabt, weil die Komponisten, mit denen wir gearbeitet haben, auf Zusammenarbeit eingestellt gewesen sind. Aber ich denke auch, dass ich beim Dirigieren immer versuche zu verstehen, was sich in dem Kopf des Komponisten abspielt. Ich kann es nur in der Art und Weise angehen. Ich denke es geht immer um den Komponisten. Ich bin selber kein Komponist und ich habe diese Menschen immer bewundert. Das ist einfach eine erstaunliche Begabung. Da fängt einer mit einem leeren Blatt an und schreibt etwas, was das Leben von Menschen ändern kann, oder was eine unvergessliche Melodie oder Stück Musik werden kann – auch bei moderner Musik. Dass man eine Melodie erzeugen kann, die jeder dann kennen wird, ist einfach erstaunlich. Ich glaube selber als interpretierender Musiker, dass wir ohne Zweifel zweitrangig sind. Es gibt keinen besseren Weg, an die Musik heranzugehen als dass man in den Gedanken des Komponisten hineingelangt. Man muss sie unkritisch herangehen. Wenn man ein bestimmtes Stück Musik aufführt, muss man dieses Stück Musik lieben. Sonst hast du keine Chance, es rüberzubringen. Man muss unsichtbar werden.

Harrison: Planen Sie manchmal ein Konzert ohne ein kanonisches Werk einzubeziehen?
Brown: Auf jeden Fall. In Alabama spielten wir ein Konzert, das mit George Crumb’s Haunted Landscape begann, dann die Weltpremiere von Paul Lanskys Guitar Concerto With the Grain, was auch auf unserer neuen CD ist, und dann spielten wir John Adams’ My Father Knew Charles Ives. Wir haben das Konzert mit zwei Stücken von Ives beendet; es war die amerikanische Football Saison im Süden und ich habe gedacht, wenn du sie nicht schlagen kannst, dann schließe dich ihnen an. Wir spielten Ives‘ Yale-Princeton Football Game, ein zwei- bis dreiminütiges Werk; dann spielten wir sein Variations on “America.” Außer dieses Stückes „America“, was jeder kennt, gab es kein einziges „bekanntes“ Werk bei diesem Konzert. Natürlich hielten mich alle für verrückt am Anfang, aber die Entscheidung hatte eine interne Logik und es hat am Ende doch viel Spaß gemacht.

Harrison: Erzählen Sie mir über das ASO Konzert bei Carnegie Hall am 10. Mai.
Brown: Wir spielen ein Paul Lansky Stück, Shapeshifters, was auf der neuesten Aufnahme von uns ist. Paul war unser erster Gastkomponist, aber dieses Stück ist von der Zeit bevor er bei uns war. Es war sein erstes Orchester-Werk überhaupt. Er ist sehr bekannt und geschätzt als Komponist von Computer-Musik und hat erst in der letzten Zeit angefangen für Menschen zu schreiben! Er hatte auch schon Kammermusik geschrieben und ich fand seine Arbeit und seine Stimme sehr einzigartig. Die Idee entstand, dass wir ihn beauftragen könnten, ein Orchester-Stück zu schreiben, und das wurde Shapeshifters, ein Concerto für zwei Klaviere und Orchester. Es ist in vieler Hinsicht sehr experimentell. Was ich an der Arbeit mit Paul sehr schätze, ist dass die Freude an der Erzeugung von Musik und Ton bei ihm richtig spürbar wird. Er kommt dem Orchester als Neuling entgegen und es war, als ob er eine neue Spielzeugkiste gefunden hatte. Die ganzen Kennzeichen von Pauls Stil sind dabei in diesem Stück. In dieser wunderbaren Art und Weise sind sie ins Leben gerufen worden.

Avner Dorman war auch ein Gastkomponist bei uns. Wir werden sein 2011 Werk Astrolatry spielen, was so viel heißt wie „die Verehrung der Sterne.“ Er hatte erfahren, dass es einen antiken, vor-christlichen Kult von Sterne-Anbetern gab, und er machte diese Aufdeckung in einer Zeit, in der er außerhalb der Großstadt gelebt und als Lehrer gearbeitet hat. Er war sehr begeistert von den ganzen Sternen, die er bei Waldspaziergängen im Wald sehen konnte. Diesen Sinneseindruck hat er wunderbar in das Stück implementiert, vor allem am Anfang: ein Stern taucht plötzlich auf, und dann noch einer, und dann tauchen diese kleinen Melodiewirbel auf. Die Augen gewöhnen sich dran und dann ist auf einmal der Himmel voll von Sternen. Später malt er die Welt und Rituale des Sternenkultes aus, und das erlaubt ihm, diese stark rhythmische Tanzmusik zu erzeugen. Auf der einen Seite ist es sehr modern, aber auf der anderen Seite hat’s auch etwas Volkstümliches.

Das Finale von Shapeshifters, dem Lansky Stück, gibt auch einen betonten und tanzfreundlichen Taktschlag, und dann versteht man warum wir Beethovens Siebte Sinfonie für passend neben diesen zwei Werken in dieser Programm gehalten haben. Ich glaube es war Wagner, der diese Sinfonie als die Vergötterung des Tanzes beschrieben hat. Es ist offensichtlich mehr als das, aber ich glaube die drei Werke haben dieses Element gemeinsam, diese urgewaltige, schöpferische Energie. Beethovens Siebte erzählt keine Geschichte, glaube ich – wie zum Beispiel Eroicadas macht, oder vielleicht sogar die Neunte Sinfonie, mit der Botschaft von Brüderlichkeit – es geht vielmehr um die Musik, um kreative Energie und Schubkraft. Das bindet die drei Werke zusammen.

Vielleicht habe ich eine andere Meinung zu Beethoven als die übliche. Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir eine historische Probe-Revolution erfahren haben, und das ist eine gewaltige Erfahrung gewesen und wir haben alle viel daraus gelernt. Die Gefahr ist, dass wir Beethoven nur als historische Figur sehen. Für mich ist Beethoven keine historische Figur. Beethoven ist ein lebender Teil unserer Kultur. Wenn das nicht so wäre, würden wir uns für ihn gar nicht interessieren. Ich glaube wir spielen Beethoven, weil er das Publikum direkt und wirksam anspricht.

Das alles ist heute immer noch relevant, für junge Menschen, für Menschen ohne musikalischen Hintergrund, und ich entschuldige mich gar nicht dafür, dass ich dieses Material mit aufregender moderner Musik zusammensetze. Ich sehe darin keine Trennung. Letztendlich geht es um die Aufführung – wenn sie leidenschaftlich ist, dann amüsiert sich das Publikum und kommt nochmal zurück.

Carnegie Hall Debüt auf WQXR

Die Alabama Symphony Orchestra, unter der Leitung von Justin Brown, macht seine Carnegie Hall Debüt mit Werken von zwei seiner jüngsten Komponisten in der Residenz: Avner Dorman Astrolatry und Paul Lanskys Shapeshifters für zwei Klaviere und Orchester, sowohl in ihrer New Yorker Premieren. Das Klavierduo Quattro Mani ist in der letzten Arbeit vorgestellt. Das Programm, das auch über Beethovens Siebte Symphonie,wird von Elliott Forrest und Naomi Lewin gehostet. LISTEN

Justin Brown „Der Komponist steht immer an erster Stelle“

Manfred Kraft traf den Dirigenten in Karlsruhe
In: Orpheus International, Juli/August 2011, S. 101

Seit 2008 begleitet Justin Brown die Position des Generalmusikdirektors am Badischen Staatstheater. Gleichzeitig leitet er das Alabama Symphony Orchestra in Birmingham, Alabama. Diese befruchtende Doppelfunktion bescherte und beschert dem Karlsruher Haus immer wieder bemerkenswerte Werke von zeitgenössischen amerikanischen Komponisten wie beispielsweise in der kommenden Spielzeit von John Adams und Avner Dorman. Diese Komponisten sind in vielem näher am Publikum als ihre deutschen Kollegen, die eher bereit sind ein gewisses musikalisches Vorwissen einzufordern. Den Unterschied zwischen seinen beiden Orchestern sieht er somit weniger bei den Musikern, bzw. dem von ihnen gepflegten Stil, sondern mehr beim Publikum und bei den in Amerika unverzichtbaren privaten Förderern.

Dabei sieht er sich aber durchaus als internationaler Dirigent, der aus seiner britischen Herkunft nun nicht die Verpflichtung ableitet, sich über Gebühr für die britische Musik einzusetzen. Natürlich spielt er die großen Meister wie Britten und Elgar, er schätzt auch William Walton sehr hoch ein, aber schon Vaughan Williams sieht er mehr als rein englisches Phänomen und den noch unbekannteren Komponisten wie Arnold Bax, Arthur Bliss oder Hubert Parry traut er den Sprung über den Kanal schon gar nicht zu. Seine Musikgötter sind andere; Richard Wagner vor allem, aber auch Leoš Janáček zählt er zu seinen absoluten Lieblingskomponisten, wobei er bedauert, dass Janáček oft auf sein Opernwerk reduziert wird und seine Instrumentalkompositionen weitgehend im Verborgenen blühen. An Janáček bewundert er die große Menschlichkeit in der Musik, er ist für ihn – neben Beethoven – der größte musikalische Humanist. Aus vielen seiner Werke spricht eine tiefe, emotional, nicht religiös begründete Menschheitsliebe. Gerade darum ist es für ihn eine besondere Herausforderung Janáčeks unerbittlichste, hoffnungsloseste Oper, die „Katja Kabanowa”, zu dirigieren. Die Premiere am Badischen Staatstheater (11.6.11) bringt, so hoffen die Beteiligten, alle Leidenschaft, alle Liebe und allen Hass unverstellt auf die Bühne. Und es freut Justin Brown, dass die Produktion trotz eines Intendantenwechsels auch in der kommenden Saison wieder auf dem Spielplan steht. Eine weitere wichtige Station in seinem Musikerleben wird die Premiere der „Trojaner” sein, die ab 15.10. in Karlsruhe aufgeführt wird. Und dass er gerne auch weniger spektakuläre, aber für ihn als Musiker reizvolle Aufgaben übernimmt, zeigt seine Wahl Frederick Delius’ „Romeo und Julia auf dem Dorfe” zu übernehmen (28.1.12). Und um auch die sogenannten „Chef-Stücke” zu bedienen dirigiert er ab 1.4.12 Wagners „Lohengrin” – mit Lance Ryan in der Titelpartie –, dem er sicher ebenso viel Persönlichkeit verleiht, wie dem soeben aufgeführten „Ring des Nibelungen”.

Wie viel gerade bei einem Musiker von der Persönlichkeit abhängt, erfuhr der Dirigent, als er einst Leonard Bernstein assistierte. „Zu dirigieren konnte man bei ihm nicht lernen, aber als Musiker zu versuchen hinter dem reinen Notentext den Komponisten und seine Absichten zu erkennen, darin war Bernstein ein Meister.” Dass sich diese Genialität zuweilen mit einer gewissen Exzentrizität paarte machte die besondere Persönlichkeit des Maestros aus. Überhaupt, und da stimmt Justin Brown mit Bernstein vollkommen überein, steht der Wunsch, d.h. die Absicht des Komponisten immer an erster Stelle. Keinesfalls darf der Musik ein fremdes Konzept übergestülpt werden.

Wie wichtig ihm gute Partner sind, zeigt eine Produktion aus den Anfängen seiner Karriere. Da er interessiert war mit Nicholas Hytner und Kenneth MacMillan zusammenzuarbeiten, übernahm er am Royal National Theatre die musikalische Leitung des Musicals „Carousel” von Richard Rodgers & Oscar Hammerstein. Die Premiere am 10.12.1992 am Lyttleton Theatre wurde zu Kenneth MacMillans Schwanengesang. Der große Choreograph starb während der Proben am 29.10. an einem Herzinfarkt. Posthum erhielt er 1994 den Tony-Award für diese, seine letzte, Choreographie. Dass er an dieser bedeutenden Produktion, die sowohl mit dem Olivier- wie auch mit dem Tony-Award ausgezeichnet wurde, mitarbeiten durfte, erfüllt Justin Brown auch etwas mit Stolz.

Alabama Symphony erhält für ihr gewagtes Programm den ASCAP Preis für das “stärkste Engagement”

Michael Huebner, The Birmingham News, 9 Juni, 2011

Durch ihr unbeirrbares Engagement mit der modernen Musik hat das Birmingham ansässige Orchester der Alabama Symphony noch einen renommierten Preis von der American Society of Composers, Authors and Publishers bekommen.

Die größte Ehre der ASCAP für gewagte Programmgestaltung, den John S. Edwards Award for Strongest Commitment to New American Music, wird der ASO und dem Musikdirektor Justin Brown heute bei der 66sten jährlichen Tagung der League of American Orchestras in Minneapolis verliehen.

“Es ist eine große Ehre für die Alabama Symphony Orchestra mit diesem Preis anerkannt zu werden, und ein großes Testament der Kreativität wie auch des Engagements des Musikdirektors Justin Brown, und der Vielseitigkeit und Talente unserer Musiker,” laut Exekutivdirektor Curt Long.

Vor einem Jahr gewann die ASO den ersten Preis für ihre gewagte Programmgestaltung in der Gruppe 2 Kategorie (Orchester mit einem Budget zwischen $7.5-$15.9 Millionen), neben der New York Philharmonic (Gruppe 1) und Alabama Symphony (Gruppen 3-4).

Zu den Leistungen der ASO im Jahr 2010-11 waren die Assistenzzeit des Komponisten Avner Dorman, die sein Konzert für Saxophon und Orchester (Joshua Redman, Soloist), Concerto Grosso, “Ellef Sinfonie” und “Astrolatry” (Weltpremiere, ASO Kommission) einbezog. Das “Voodoo Violinkonzert” von Daniel Bernard Roumain und “Dream, Child. Hope” von Adolphus Hailstork (Weltpremiere, ASO Kommission) zählten auch zu den Höhepunkten. Die League of American Orchestra listete 20 Kompositionen neuer Amerikanischen Musik auf, die die ASO im Jahr 2010-11 aufführte.

Die Programmgestaltung neuer Musik wird von Sound Investment, eine Gruppe ASO Mitwirkenden, unterstützt. Komponisten in ihrer Assistenzzeit umfassen Paul Lansky (2009-10), Dorman und Edgar Meyer (2011-12).

Bericht einer Aufnahme: Anne Gastinel Records Elgar

By Andrew Achenbach, The Gramophone, 2004

“… vom Sperrsitz aus zuschauend, wie Gastinel und die City of Birmingham Symphony Orchestra sich dem Finale hingaben, war ich erneut hingerissen von der Transparenz Elgars getupften Orchestrierung und ergriffen von der unübertriebenen Gefühlstiefe, die von diesen feinfühligen Künstlern in den letzten Seiten distilliert wird.

Ganz abgesehen von einem echten Gefühl des Dialogs, der Zusammenarbeit und von gegenseitigem Verständnis (kaum überraschend, als sich später herausstellte, dass der Soloist wie auch der Dirigent leidenschaftlich gern Kammermusik aufführen), zeigte sich Brown als äußerst empfänglich für den Lyrismus und Humor des Hauptallegros ma non troppo (mit köstlichen Anklang an Elgars eigene symphonische Studie, Falstaff), indem er die Fülle an Details freilegte und besonders von dem Holzblasinstrument etwas “stimmliche” Phrasierung förderte.

Nachdem er für eine Weile in dem ENO und der Scottish Opera arbeitete, begann Brown sich in dem Konzertkreis in Frankreich, Schweden und Japan einen Namen zu machen. Besonders haben seine Interpretationen von Mahler enthusiastische Aufmerksamkeit errungen und er hat sich schon für die bemerkenswerte Sinfonie in E (1878-80) von Hans Rott (1858-84) mit der Malmo Symphony Orchestra eingesetzt. Brown spricht anerkennend von Elgars eigenen Aufnahmen des Konzerts mit Beatrice Harrison. “Ich habe es erst vor einigen Monaten entdeckt. Er dirigiert es so voller Flexibilität, Fantasie und Poesie—eine völlige Offenbarung für jemanden wie mich, der diese Partitur durch Boult, Barbirolli und Del Mar kennengelernt hat …“

sbg-press

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