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Aufnahmen

Paul Lansky: Imaginary Islands [SACD]

Alabama Symphony Orchestra
Quattro Mani, pianos; David Starobin, guitar
Justin Brown, conductor
Bridge Records, 2012

“Brown und die Alabamer verleihen der Musik die ganze Lichtstärke, Geräumigkeit und Freude, die von Lanskys ergiebige Fantasie zerplatzt.”

– Donald Rosenberg, Gramophone, Juli, 2012

Mahler Symphony No. 9

Badische Staatskapelle Karlsruhe
Justin Brown, conductor
Pan Classics, 2012

“Seit der Aufnahme des Ring Cycle unter Günther Neuhold ist es bekannt, dass dieses Orchester, eines der ältesten der Welt (drei hundert fünfzig Jahre alt), ein hohes Niveau repräsentiert. Immerhin hat man nicht erwartet, so eine vorbildliche Inszenierung der einschüchternden 9. Sinfonie zu hören. Schon lange bevor er als Assistent zu Bernstein diese Stück studierte ist Brown mit der Horenstein Version auf 33er aufgewachsen. Es ist auch wegen dieses Stückes, dass Brown überhaupt Dirigent werden wollte. Das ist ja schön und gut, aber garantiert den Erfolg nicht. Aber vom ersten Rhythmus des ersten Satzes zeigt sich der britische Dirigent als geleisteter Architekt, der Spannung und Entspannung mit großer Reife verteilt. Das Tempo in den Hauptsätzen ist ohne Eile aber mit Charakter, und das Finale wagt es, sich Zeit zu lassen. Es ist ausdrucksvoll ohne expressionistisch zu sein. Die Streichinstrumente zeigen Tiefe… die Blasinstrumente zeigen Wagemut und Charakter, wie man von einem reifen Wagner Orchester erwarten könnte. Gilbert in Stockholm, Saraste in Köln, Brown in Karlsruhe: eindeutig ist die 9. Sinfonie eine Aufforderung, die zweite Ebene Orchestern herausfordert, sich selbst zu übertreffen – was viel mehr gilt als gewohnheitsmäßige Mühen von Star-Kombinationen à la Gergiev/LSO.”

– Christian Merlin, Diapason, Mai, 2012

“Wie geht man nun an ein solches Werk heran? … Es bleibt nur eines: Man muss Mahlers Musik interpretieren, man muss sie formen, was Justin Brown und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe ausgezeichnet gelingt. Mahlers Denken war von Anfang an vom Zusammengehen von Lied und Symphonie durchdrungen. Das Klanglich-Instrumentale wird bei ihm gesanglich-beredt, und das Liedhafte geht in die instrumentale Struktur ein. Die Umsetzung dieser Verschränkung gelingt hier sehr gut. Dass die vorliegende Interpretation sehr sorgfältig ist, wird bereits zu Beginn des ersten Satzes hörbar; als eine Anspielung an Beethovens Neunte bleibt die Tonart zunächst unbestimmt und wird erst nach ein paar Takten mit einer Kadenz in D-Dur fixiert. Brown nimmt dieses Tasten und Zögern, bei dem das Werden von Musik selbst zum Thema wird, gekonnt auf. …Adornos eigens für die Beschreibung von Mahlers Musik kreierten Begriffe wie „Durchbruch“, „Erfüllung“ oder „Zusammenbruch“ kommen Mahlers Musik vermutlich recht nahe. Es scheint fast, als habe sich Brown von diesen Begriffen inspirieren lassen. Mit der von Mahler vorgegebenen eher kleinen Besetzung meistert das Orchester die ständigen Wechsel des Ausdrucks zwischen Lyrischem und Monumentalem, zwischen Liedhaftem und Instrumentalem, vortrefflich. Dies zeigt sich insbesondere im vierten Satz: Ein Variationssatz mit einem Thema und zehn Variationen, in dem das „Trinklied vom Jammer der Erde“ aus dem „Lied von der Erde“ und „Der Tag ist schön auf jenen Höh’n“ aus den „Kindertotenliedern“ präsent sind: Zum Heulen schön gespielt. …Die Badische Staatskapelle Karlsruhe feiert dieses Jahr ihr 350-jähriges Bestehen, wozu sie sich mit dieser feinen und differenzierten Interpretation unter Justin Brown gleich selbst ein Geschenk gemacht hat.”

Susanne Westerholt, Online Musik Magazin

“Justin Brown und die Badische Staatskapelle Karlsruhe sind für ihre Mahler Interpretation nicht so bekannt wie andere … aber sie werden es sein, wenn diese Wiedergabe der Neunten Sinfonie Anzeichen ihrer Fähigkeiten ist. Dieses ist eine Live-Aufnahme … mit SACD Klang gesegnet, was dem Dirigenten erlaubt, jede Nuance in der Musik zu fördern. Brown entdeckt und deckt eine beträchtliche Anzahl dieser Nuancen auf. Die Hörner sind im ersten Satz besonders beeindruckend, wo das Gefühl der Sehnsucht von Anfang an fast greifbar ist. Intensität und Emotion steigern sich im Satz. Der außergewöhnlich klare Klang ist besonders in den Passagen zu schätzen, wo das Schlagwerk entweder stark oder —fast genau so beeindruckend—mit Zartfühligkeit durchbricht. Das Gefühl des Grotesken im zweiten Satz ist hier besonders klar, indem sich Brown auf die Kantigkeit Mahlers Rhythmen konzentriert und die Dissonanzen der Musik hervorhebt. Danach kommt die hektische, fast hysterische Energie des dritten Satzes, der immer so klingt, als würde er abschweifen, aber es nie tut—auch wenn er am Ende so nahe daran liegt, ausser Kontrolle zu geraten. Zuhörer sind an dieser Stelle so atemlos, dass der sehr ausgedehnte Anfang des wunderschönen Finales ein wirklich überraschender Kontrast bietet. Hier zeichnen sich die Streicher aus, aber die Bläser sind ebenso wunderbar, besonders in den Kammermusikartigen Passagen, in denen Brown liebevoll verweilt und die wesentliche Empfindsamkeit der Musik mit einer minimalistischer Ausdruckskraft ausgleicht, was erstaunlich vorausschauend ist. Dieser Satz schreitet auf Ozean-ähnlichen Wellen der Unvermeidbarkeit voran, schwillt an und ab, auf dem Wege zu einem sehr sanften Ende, das den Frieden nicht des Todes (wie in manch anderen Aufführungen), sondern der Transzendenz und der Akzeptanz anbietet. Dieses ist ein großartiges und höchst aussagekräftiges Ende, das einen auf mehr Mahler von Brown und seinem Orchester hoffen lässt … In diesen Aufnahmen wird überzeugend geschildert, dass die Zeit Mahler zu verstehen, analyzieren und emotional zu erforschen mit aller Sicherheit, sogar glorreich, eingetroffen ist.”

– Mark Estren, Infodad.com, 12.4.12

“Justin Brown kennt sich in der Tat mit der Neunten aus. Seine Aufführung schafft wirkungsvolle Kontraste zwischen den inneren Komplexitäten des Stückes und seiner gröberen Momente und zeichnet scharfe Umrisse in diesem elegischen Werk. Das Orchester ist nahezu erstklassig, die SACD klingt hervorragend.”

– David Patrick Stearns, The Philadelphia Inquirer

“Zu den herausragenden Konzertereignissen der Staatskapelle in den verbangenen Jahren gehört im Juli 2011 die dreimalige Wiedergabe der neunten Sinfonie von Gustav Maher unter Justin Brown (wir berichteten). Nun liegt ein Mitschnitt auf einer mit knapp über 80 Minuten randvollen Super Audio CD vor, der – wie das Wiederhören bestätigt – in der Tat eine Interpretation dokumentiert, die kongenial genannt zu weden verdient. Browns Dirigat ist ebenso konsequent in der Anlage und der Durchdringung der Struktur wie tiefgründig im Ausdruck bei diesem ultimativen Spätwerk. Einer Sensation gleicht auch die Leistung der Badischen Staatskapelle in allen Registern So ist dieser Silberling eine optimale Referenz für das Orchester in seinem Jubiläumsjahr und eine Bereicherung der nun wahrlich nicht kleinen Mahler-Diskografie.”

Die Rheinpfalz, 21.1.2012

Dvořák: Piano Concerto

Odense Symphony Orchestra, Vassily Primakov, piano
Justin Brown, conductor
Bridge Records, 2009

“Was diese Aufführung auch noch besonders macht ist die großartige Leistung von Justin Brown und dem Odense Orchester. Sicherlich wurde dieses Konzert noch nie so ausgezeichnet begleitet; voller Farbe, Transparenz, Feuer und (besonders im langsamen Satz) Feinfühligkeit.”

– David Hurwitz, Classicstoday.com

Gershwin: Complete Music for Piano and Orchestra

Dallas Symphony Orchestra, Anne-Marie McDermott, piano
Justin Brown, conductor
Bridge Records, 2008

“Unzählige Aufnahmen von Gershwins Klavier und Orchestermusik sind vorhanden, vor allem Rhapsody in Blue; um herauszuragen muss eine Aufnahme also wirklich besonders gut sein. Gershwin: Gesamte Musik für Klavier und Orchester von Bridge, mit Anne-Marie McDermott am Klavier und der Dallas Symphony geleitet von Justin Brown erfüllt genau diese Voraussetzung … sämtliche kleine Details, die man noch nie zuvor gehört hat, kommen sowohl am Klavier wie auch im Orchester zum Vorschein. Es liegt nicht daran, dass eine andere Partitur verwendet wird, obwohl es erscheint, dass McDermott und Brown alle Auswahlmöglichkeiten erwogen haben, anstatt sich auf die veraltete, schwer redigierte Versionen der Fünfzigerjahre zu verlassen … Bridges Gershwin: Gesamte Musik für Klavier und Orchester ist in jeder Hinsicht ausgezeichnet.”

– Dave Lewis, Allmusic.com, Juli, 2008

Elgar and Barber Cello Concertos

City of Birmingham Symphony Orchestra, Anne Gastinel, cello
Justin Brown, conductor
Naïve Classique, January 2004

“… In seiner ersten Aufnahme mit der CBSO stellt Justin Brown seine eigene Sensibilität für Kammermusik wirkungsvoll zur Schau. Er versichert, dass das Orchester mit schöner Betonung spielt, besonders im Allegro Finale, das an den Stellen robust stolziert, wo es sein muss.”

David Gutman, Gramophone, April, 2004

“Diesmal ist Justin Brown am Pult, ein großes Talent, dessen Umgang beider Werke die Meisterung des Orchesters mit einem Verständnis seiner kollaborativen Rolle verbindet.”

– Rob Cowan, Independent, Februar 16, 2004

“Das Orchester unter der Leitung von Justin Brown unterstützt die Solistin so prägnant, auf den Punkt mit farblichen Tupfern, orchestralen Einschüben, die das filigrane Spiel mit Akzenten versehen, dass das Ganze wie zu einem impressionistischen Bild verschmilzt… Die Begleitung der Cellistin ist – so kann man zusammenfassen – ihrem interpretatorisch vielschichtigen, gefühlvollen Spiel mehr als angemessen. Hier bilden Solo-Instrument und Orchester eine wirkliche Einheit, ohne dass die Solistin in der Klangfülle der Begleitung unterginge.

Klassik.com online – Tobias Pfleger, 15.03.2004

sbg-press

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